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Samstag, 31.07.2010
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Die Spanische Wirtschaft

Spanien hat heute eine sehr gesunde Wirtschaft. Nach dem Tod Francos und dem anschließenden demokratischen Wandel erlebte auch die Wirtschaft einen merklichen Aufschwung. Mit dem Plan de Estabilización, dem Beitritt zur Europäischen Gemeinschaft im Jahre 1986 und der Teilnahme an der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion hat Spanien die Grundlage für einen langanhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung gelegt. Die Industrie des Landes wurde sukzessive liberalisiert und modernisiert.

Hieraus sind einige international erfolgreich agierende Unternehmen hervorgegangen, z.B. Iberia, Seat, Telefónica, Zara oder Endesa. Die Öffnung Spaniens für den internationalen Wettbewerb zog umfangreiche ausländische Direktinvestitionen nach sich.

Auch in Spanien ist die Währung seit dem 1. Januar 1999 der Euro, der wie in allen Ländern der Eurozone ab 2002 die bisherige landeseigene Währung, die  Peseten auch als offizielles Zahlungsmittel ersetzte. Nach wie vor werden noch Preise in Peseten angegeben, gerade bei teuren Gütern, die nicht allzu häufig gekauft werden, wie Autos oder Wohnungen.

as Spanische Königreich nimmt gegenwärtig mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1.438 Mrd. US-$ (2007) unter den Industrienationen den 8. Rang ein. Das BIP/Kopf hat sich in 2007 auf 33.700 US$ gesteigert. Spanien liegt damit nur geringfügig hinter Deutschland.

Die Struktur der spanischen Wirtschaft weist eine für Industrienationen typische Verteilung auf:

• 68 % Dienstleistungen
• 20 % verarbeitende Industrie
• 9 % Bauwirtschaft
• 3 % Landwirtschaft.

Die wichtigsten Wirtschaftszweige der spanischen Wirtschaft sind der Tourismus, das Bauwesen, die Kommunikations- und Informationstechnik, metallverarbeitende Industrie, Maschinenbau, Landwirtschaft und Petrochemie.
Für Forschung- und Entwicklung werden 0,96 % bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt ausgegeben.

Die Staatseinnahmen von 274,6 Mrd. € setzen sich zusammen aus:

• zu 29 % aus der Einkommensteuer,
• zu 35 % aus der Körperschaftssteuer.

Die Staatsausgaben betragen 275,2 Mrd. €, das Haushaltsdefizit beträgt 0,3 % des Bruttoinlandsprodukts. Die Staatsverschuldung liegt bei 35% des BIP, eine der niedrigsten Quoten in der EU. Die Arbeitslosenquote lag im November 2008 bei 13,4 % und erreichte damit den höchsten Stand in der Europäischen Union. Die Inflationsrate betrug im Dezember 2008 1,5 %.