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Samstag, 31.07.2010
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Die Autonome Region Kastilien-La Mancha

Was zu  Kastilien-Leon gilt, gilt auch für  Castilla-La Mancha. Heute ist Kastilien in Castilla-La Mancha, Castilla-León und Madrid aufgeteilt. Einst reichten die Grenzen Altkastiliens bis an den Atlantik und umschlossen die Regionen Cantabria und La Rioja.

Neukastilien ist dagegen das Territorium das relativ spät von den Mauren zurückerobert werden konnte. Das Kastilische Scheidegebirge (Sirra de Gredos und Sierra de Guadarama) bildet die Grenze zwischen den beiden Regionen. Altkastilien ist trotz seiner Kargheit die Wiege und das Mutterland der spanischen Nation.

Die Weite der Landschaft bestimmt den Eindruck des Reisenden. Der Name Kastilien kommt von Castillas - Trutzburgen die vor allem in der Gegend von Burgos errichtet wurden und aus dem sich der Name Castilla ableitete.

Die Verwaltung

Die autonome Region Kastilien-La Mancha setzt sich aus den Provinzen Albacete, Ciudad Real, Cuenca, Guadalajara und Toledo zusammen. Das Autonomiestatut von Kastilien-La Mancha wurde 1982 verabschiedet. Die Hauptstadt der Region ist Toledo.

In Artikel 8 des Autonomiestatuts heißt es: “Die Regierungsgewalt innerhalb der Region wird von der Junta de Comunidades de Castilla-La Mancha ausgeübt. Die Organe der Junta sind: das Parlament (die Cortes) von Kastilien-La Mancha, der Präsident der Junta und der Regierungsrat”.

Infrastruktur

Das Verkehrsnetz der autonomen Region Kastilien-La Mancha besteht aus Eisenbahnlinien und einem Straßennetz. Die Verbindungen per Luft gehen vom Flughafen Madrid-Barajas aus, der 30 bis 35 Minuten (58 km) von Guadalajara bzw. rund 50 Minuten (71 km) von Toledo entfernt ist.

Das Straßennetz der Region Kastilien-La Mancha besteht aus dem Nationalen Straßennetz und dem regionalen Straßennetz, welches Kreis- und Lokalstraßen mit einschließt. Die wichtigsten Achsen sind die in der Provinz liegenden Abschnitte der Autobahnen Madrid-Zaragoza, Madrid-Valencia, Madrid-Andalusien, Madrid -Badajoz sowie die Autobahn Madrid-Toledo. Alle Ortschaften der Region sind durch Straßen und/oder Eisenbahn zu erreichen. Die Eisenbahnlinien werden von der staatlichen Gesellschaft RENFE bedient.

Gastronomie und Essen

Fast genau in der Mitte der Iberischen Halbinsel befindet sich die Region Kastilien-La Mancha, die mit ihrer Gastronomie zu einer angenehmen Entdeckungsreise für den Reisenden wird.

Die Küche dieser Region besteht aus einer großen Vielfalt an herzhaften, traditionellen, aber einfachen Gerichten, die aus grundlegenden Zutaten wie Brot, Fleisch oder Gemüse zubereitet und mit den verschiedenen Sorten Wein, Schafskäse und Desserts der Region genossen werden und uns in eine Zeit versetzen, in der wir ohne weiteres Don Quijote und seinem treuen Diener Sancho Panza begegnen könnten.

Informationen zur Region

Verwaltungssitz: Toledo
Präsident: José María Barreda Fontes (PSOE)
Fläche: 79.463 km²
Einwohnerzahl: 1.977.304
Bevölker.-dichte: 24,86 Einw./km²
Autonom seit: 16.08.1982
Amtssprache: Spanisch

Geografie

Die autonome Region Kastilien-La Mancha umfasst einen Großteil der Südhälfte der Iberischen Halbinsel. Sie liegt in der südlichen Meseta und grenzt im Norden an die Region Madrid und Kastilien-León, im Osten an Aragonien und die Region Valencia, im Süden an Murcia und Andalusien und im Westen an Estremadura an.

Die Reliefstruktur der Region lässt sich klar in zwei Zonen untergliedern. Ein Teil ist die Meseta, eine große gleichförmige Ebene mit wenig Höhenunterschieden. Innerhalb dieser Gleichförmigkeit sind die Montes de Toledo die bedeutendste Erhebung. Hier befinden sich Berge wie Las Villuercas (1.601 m) oder der Rocigalgo (1.447 m).

Der andere, bergigere Teil ist der die Meseta umgebende Gebirgsgürtel am Rande der Region: verschiedene Ausläufer des Kastilischen Scheidegebirges, des Iberischen Randgebirges und der Sierra Morena. So befindet sich der Südteil der Sierra de Gredos ebenso in Kastilien-La Mancha wie das Bergland von Cuenca, das sich in Richtung Iberisches Randgebirge erstreckt, oder die zur Sierra Morena gehörigen bergigen Gegenden im Süden der Provinz Ciudad Real und die Bergketten im Süden der Provinz Albacete.

Durch Kastilien-La Mancha fließen einige der wichtigsten Flüsse der Halbinsel. Der Tajo und der Guadiana fließen westwärts. Der Júcar, der drittwichtigste Fluss der Region, fließt ostwärts. Innerhalb der Geographie des Berglandes von Cuenca sind die Felsformationen La Ciudad Encantada, Los Callejones de las Majadas oder Las Torcas, die alle auf Erosion zurückgehen, hervorzuheben.

Die Geschichte

Quelle: wikipedia

Die Region Kastilien-La Mancha ist die Nachfolgerin der historischen Region Neukastilien welche ihrerseits dem Königreich Toledo folgt. Das Königreich Toledo war eines der Königreiche (Taifa) von Al-Andalus dessen Hauptstadt von Alfonso VI von Kastilien 1085 erobert wurde. Später wurden die Gebiete von Cuenca 1177 erobert und das übrige südliche Gebiet wurde zur Zeit Alfonso VIII von Kastilien konsolidiert.

Im Jahr 1605 erschien die erste Ausgabe des Buches Don Quijote de la Mancha von Miguel de Cervantes, das einen Teil von Kastilien-La Mancha berühmt gemacht hat.

1785 wurde die Region durch eine Territorialordnung von Floridablanca in die Provinzen Cuenca, Guadalajara, Madrid, La Mancha und Toledo unterteilt. Die Bevölkerung von Albacete, Chinchilla, Almansa, Hellín y Yeste hingegen wurden Teil des Königreich von Murcia.