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Samstag, 31.07.2010
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Die Autonome Region Extremadura

Aus der Extremadura kamen die meisten spanischen Konquistadoren. Mit dem Gold aus der Neuen Welt entstanden vor allem in Trujillo sehenswerte Stadtpaläste.

Die Region gehört heute allerdings zu den ärmsten in Spanien, auch wenn der Tourismus in den letzten Jahren zunimmt und das Fremdenverkehrsamt mit unbestreitbaren Sehenswürdigkeiten der Region erfolgreich wirbt.

Wer die Extremadura bzw. die Meseta Meridional, bereist wird eine weite, extrem trockene aber sehr reizvolle Landschaft kennenlernen die nur wenigen Großgrundbesitzern gehört.

Hauptstadt der autonomen Region Extremadura: Merida - Das spanische Rom.

Die Verwaltung

Die autonome Region Estremadura besteht aus den zwei Provinzen Cáceres und Badajoz.

Das Autonomiestatut der Estremadura wurde 1983 verabschiedet.

Das Kabinett der Junta de Extremadura setzt sich aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und Regierungssprecher sowie den verschiedenen Ministern zusammen.

Gastronomie und Essen

Überraschend an Extremadura ist die Landschaft, in der sich ausgetrocknete Ebenen und grüne Weiden mit Bergen, Seen, Wiesen und Getreidefeldern abwechseln.

Jede der Gegenden hat ihre eigenen, äußerst unterschiedlichen Produkte und Gerichte, die unter dem Einfluss des Ackerbaus und der Viehzucht stehen. Die Küche ist in der Regel einfach, doch ist auch der Einfluss der klösterlichen Kochkunst zu erkennen, mit deren kulinarischen Geheimnissen, die bis heute nicht preisgegeben wurden, die Klöster und Abteien ihre gelehrten Besucher überraschten, die sich dort hin begaben, um Ruhe und Frieden zu finden, und sicherlich auch, um das gute Essen zu genießen und so wieder zu Kräften zu kommen.

Yuste, Guadalupe, Alcántara und viele andere dienten als Zufluchtsorte für Adlige, in denen ihnen Köstlichkeiten serviert wurden, die selbst den überaus anspruchsvollen Kaiser Karl V. und andere zufriedenstellten.

Infrastruktur

Die autonome Region Estremadura verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz, ein Eisenbahnnetz sowie über einen bei Badajoz gelegenen Flughafen.

Die Autovía de Extremadura genannte Autobahn A-5 verbindet Cáceres und Badajoz mit Madrid und Lissabon, und die N-630 durchquert die Region von Nord nach Süd.

Der bei Badajoz gelegene Flughafen bringt die Einwohner der Region nach Madrid und Barcelona.
Das Straßen- und/oder Eisenbahnnetz erreicht alle Ortschaften der Region und verbindet sie mit den wichtigsten Städten Spaniens.

Informationen zur Region

Verwaltungssitz: Mérida
Präsident: Guillermo Fernández Vara (PSOE)
Fläche: 41.634 km²
Einwohnerzahl: 1.088.728
Bevölker.-dichte: 26,1 Einw./km²
Autonom seit: 26.02.1983
Amtssprache: Spanisch

Geografie

Die autonome Region Estremadura liegt im Südwesten der Iberischen Halbinsel und grenzt im Norden an Kastilien-León, im Osten an Kastilien-La Mancha, im Süden an Andalusien und im Westen an Portugal.

Der größte Teil der Estremadura besteht aus einer weiten Ebene auf einer durchschnittlichen Höhe von 350 Metern über dem Meer. Drei Gebirgsformationen verteilen sich über das Gebiet.

Der Norden der Region gehört zum Kastilischen Scheidegebirge, genauer gesagt zur Sierra de Gredos, der Sierra de Gata, der Sierra de Francia, der Sierra de Plasencia und der Sierra de Vera. Diese Berge sind hoch - an einigen Punkten über 2.000 m - und bilden tiefe Schluchten, die sich wie etwa die Jaranda-Schlucht Richtung Süden öffnen, sowie hohe Pässe, zum Beispiel die von Béjar oder Tornavacas. Mit 2.425 Metern ist der Calvitero der höchste Berg der Region.

Die zweite Bergregion liegt weiter südlich, wird von den Montes de Toledo gebildet und hat ihren höchsten Punkt in Las Villuercas (1.601 m). Die dritte, südliche Zone gehört zur Sierra Morena. Die Gipfel sind hier niedriger. Mit 1.140 Metern ist der Tentudía die höchste Erhebung. Die wichtigsten Täler sind die der Flüsse Jerte und Tiétar sowie La Vera, Las Hurdes und das Ambroz-Tal.

Zwei große Flussgebiete durchqueren die Estremadura und sammeln das Wasser eines Großteils der Flüsse der Region: Der Tajo durchquert die Provinz Cáceres und fließt dann nach Portugal weiter; der Guadiana fasst in seinem Flussgebiet fast die gesamte Provinz Badajoz zusammen, richtet sich dann nach Süden und dient als natürliche Grenze zu Portugal.

Die Geschichte

Extremadura erhielt seinen Titel tierra de conquistadores y lusitanos wegen der vielen Eroberer Amerikas, die aus dieser Region stammten, unter anderem Hernán Cortés, Francisco Pizarro oder Hernando de Soto.

Das Gebiet um Valencia de Alcántara ist mit 35 Dolmen eine der megalithreichsten Regionen Spaniens. Vor etwa 3000 Jahren besiedelten die Kelten die Region. Ihnen folgten die Karthager und danach die Römer. Die Römer machten Extremadura unter dem Namen Hispana Ulterior Lusitana zu einer wichtigen Handelsregion und gründeten die Städte Norba Caesarina, das heutige Cáceres, und Emerita Augusta, heute Mérida.

Bis heute sind viele historische Bauwerke, vor allem der Römer, sehr gut erhalten wie Aquädukte, Theater, Festungen etc. Nahe der portugiesischen Grenze befindet sich mit der Brücke von Alcántara ein herausragendes Zeugnis römischer Ingenieurskunst.

Im Zuge der Reconquista (Beendigung der maurischen Herrschaft) nahm im Jahr 1230 König Alfons IX. von León die Region für Spanien in Besitz.