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Samstag, 31.07.2010
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Die Autonome Region Asturien

Bergland und Küste prägen die reizvolle grüne Region Spaniens. Die Picos de Europa, sind mit über 2600 Meter Höhe, Hochgebirge und Nationalpark, dessen Besuch sich lont. Trotz der Schwerindustrie in der Region ist das Land weitgehend von der Landwirtschaft geprägt.

Ansonsten gilt was schon von Kantabrien gesagt werden kann. Die sehr schöne Landschaft wird durch den stimmungsvollen Kontrast zwischen Gebirge (Picos de Europa = Hochgebirge und Nationalpark) und Meer bestimmt. An vielen Stellen fallen die Gebirgshänge sanft oder als Steilküste in den Atlantik, getrennt durch malerisches Strandbuchten.

Im Landesinneren finden sich Berge und Flusstäler, Wälder und Almen mit Viehzucht. Ein ähnliches Natur belassenes Bild bietet eigentlich nur die Küstenlandschaft von Kantabrien. Leider spielt das Wetter nicht immer mit, auch die Wassertemperaturen an der Costa Verde sind mit etwa 20 ° C etwas niedrig und es ist ratsam beim Baden auf die Gefahren der Ebbe und Flut zu achten.

Die Verwaltung

Die autonome Region besteht aus nur einer Provinz. Die Hauptstadt ist Oviedo.

Das wichtigste offizielle Organ der autonomen Region, das gleichzeitig das Leben der Bürger der Region Asturien regelt, ist die Junta General del Principado oder das Regionalparlament. Es setzt sich aus 45 Abgeordneten zusammen. Das Autonomiestatut der Region Asturien wurde im Dezember 1981 verabschiedet.

Infrastruktur

Das Verkehrsnetz und die Verbindungen der Region Asturien mussten sich an das unwegsame Gelände anpassen.

Trotz der komplexen Reliefstruktur der Region (große Höhenunterschiede auf relativ kurzen Strecken und sehr hohe Gebirgsformationen) sind die Verbindungen hervorragend und werden zudem laufend verbessert. Asturiens Flughafen liegt 40 Kilometer von Oviedo entfernt bei der Ortschaft Santiago del Monte. Von hier gehen regelmäßig Flüge nach Madrid, Barcelona, Teneriffa, Palma de Mallorca und in weitere spanische Städte. Zudem gibt es internationale Flüge.

Der Seeverkehr wird unter anderem über die regionalen Häfen von Lastres, Llanes, Navia und Bustio sowie über die staatlichen Häfen von Avilés und Gijón (El Musel) abgewickelt, wobei gerade letzterer nach den jüngsten Verbesserungen und Erweiterungen floriert. Die Region Asturien verfügt zudem über ein Schienen- und Straßennetz, das für Verbindungen sowohl innerhalb der Region als auch mit dem übrigen Spanien sorgt. Dabei sind vor allem die kantabrische Autobahn AP-8 zu nennen, die Oviedo mit Gijón-Avilés-La Matuca verbindet, während die Autobahn der Silberstraße AP-66 in 75 km La Vega mit El Negrón (Onzonilla) vereint.

Informationen zur Region

Verwaltungssitz: Oviedo
Präsident: Vicente A. Areces (PSOE)
Fläche: 10.604 km²
Einwohnerzahl: 1.076.896
Bevölker.-dichte: 102,0 Einw./km²
Autonom seit: 11.01.1982
Amtssprache: Spanisch

Geografie

Die Region Asturien befindet sich im Nordwesten der Iberischen Halbinsel am Golf von Biscaya und umfasst den höchsten Abschnitt des Kantabrischen Gebirges.

Sie grenzt im Norden an den Golf von Biscaya, im Westen an Galicien, im Osten an Kantabrien und im Süden an Kastilien-León. Asturiens Reliefstruktur ist deutlich in zwei Zonen unterteilt. Einerseits die Küste mit ihren Klippen und den dazwischen befindlichen wundervollen Stränden. Andererseits das Kantabrische Gebirge, das die natürliche Grenze zwischen Asturien und Kastilien-León markiert.

Die höchsten Punkte befinden sich in den Picos de Europa mit Gipfeln, die bis zu 2648 Meter hoch sind - einige von ihnen, wie etwa Torre Cerredo, Peña Santa und Naranjo de Bulnes sind sehr bekannt. Weitere wichtige Berge sind Peña Rubia und Peña Ubiña (2617 m). Die Flüsse sind kurz, führen aber - aufgrund der vielen Niederschläge und des Schmelzwassers - viel Wasser. Zu nennen sind hier der Deva, der Sella, der Nalón, der Navía und der Eo, wobei die beiden letzteren nur in ihrem Unterlauf durch asturisches Gebiet fließen.

Geschichte

In der Region gibt es Höhlen mit steinzeitlichen Malereien, vor allem Tierdarstellungen, die ca. 15.000 Jahre alt sein sollen. Weiterhin wurden bis heute etwa 700 Dolmen gefunden. Die meisten haben die Jahrtausende weitgehend unversehrt überstanden, weil sie durch Erde bedeckt waren.

Die ersten Ansiedlungen werden den Iberern zugerechnet. Die Region hatte Bodenschätze zu bieten, insbesondere Gold, zu deren Förderung Ansiedlungen gegründet wurden, sogenannte Castros. Diese waren über lange Zeit (>1000 Jahre) bevölkert und werden heute wieder ausgegraben.

Ca. 800 v. Chr. wurde die Region von keltischen Stämmen besiedelt. Diese errichteten befestigte Siedlungen wie das Castro de Coaña. Sie dürften unter anderem als Hirten ihren Lebensunterhalt bestritten haben.

In Asturien begann die christliche Rückeroberung der Insel, weshalb die Region auch als die "Wiege der spanischen Nation" bezeichnet wird. Der Wendepunkt wurde mit der Schlacht von Covadonga 722 eingeleitet in der ein asturisches Heer mit dem Fürsten Don Pelayo eine maurische Einheit schlug.

Im 19. Jahrhundert wurde Asturien zusammen mit dem Baskenland Zentrum der Industrialisierung Spaniens. Es war auch eine der Ursprungsregionen der spanischen Arbeiterbewegung.