Sparprogramm in Spanien: „Es ist erst der Beginn des Anfangs“

MADRID / SPANIEN:  Die neu ins Amt gekommene Vizepräsidentin Soraya Sáenz wählte diese erstaunliche Formulierung, um anzukündigen, dass das Jahr 2012 dem Land  noch einiges an Opfern abverlangen wird.

Steuern werden erhöht, Löhne und Gehälter gekürzt oder zumindest eingefroren, längere Arbeitszeiten wird es geben und bei den sozialen Diensten wird es mächtige Einschnitte hageln. Das alles, um die Staatsverschuldung, die sich derzeit im Bereich von 8 % des Bruttoinlandsproduktes bewegt, auf die von der EU festgesetzte Maximalgrenze von 6,2 % zurückzuschrauben.  Grob gesehen geht es um die Kleinigkeit von 40 Milliarden Euro (vierzigtausend Millionen!), die eingespart werden müssen. 


Schon wird gemunkelt, dass spätestens im März, wenn der Staatshaushalt verabschiedet wird, die Steuern auf Alkohol und Tabak steigen und höchstwahrscheinlich auch die Mehrwertsteuer. Das Arbeitsministerium rechnet bereits damit, dass durch die Einschnürung der Wirtschaftskraft aufgrund der Einsparungen die Zahl der Arbeitslosen hier in Spanien noch einmal bis auf 5,4 Millionen Menschen hochschnellt. Ein gutes Neues Jahr? Wohl eher nicht.

Quelle: undefinedArena



09.01.12 04:59

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