Die Lesben- und Schwulenbewegung ruft dazu auf Farbe zu bekennen

VALENCIA / SPANIEN (21.06.2011): Die Esquerra Unida (EU) hat die Bürgermeisterin von Valencia, Rita Barberá, gebeten, am kommenden Wochenende  am Rathaus die regenbogenfarbene Flagge, das Symbol der Lesben, Schwulen, Trans- und Bisexuellen, zu hissen. Am kommenden Samstag wird der weltweit der internationalen Schwulen- und Lesbentages "Orgullo Gay", auch bekannt unter "Gay Pride“, gefeiert.

Der Sprecher der linken Partei, Amadeu Sanchis, erklärte, dass diese Bitte am Montag schriftlich eingereicht wurde, das hissen der Flagge würde aufgrund der besorgniserregenden Diskriminierung dieser Menschen ein wichtiges Zeichen der Solidarität bedeuten.

Sanchis wies auf die große Anzahl der Personen hin, die im Laufe der Geschichte aufgrund ihrer Andersartigkeit eingesperrt, gefoltert oder getötet werden und auch, dass dies in anderen Ländern immer noch geschieht. Gerade das hissen der Regenbogen-Flagge am Rathaus würde laut Sanchis an einem so bedeutenden Tag wie dem kommenden Samstag eine wichtige Geste gegen die Diskriminierung sein.

Erst vergangene Woche demonstrierten Hunderte von Bürgern vor dem Haus des Madrider Bürgermeisters und beschimpften ihn aus Protest, gegen das Verbot während des Festtages Musikveranstaltungen durchzuführen. Es kam nicht nur zu wörtlichen Übergriffen sondern auch zu Rangeleien.

Die drei Organisatoren des Schwulen- und Lesbentages,  FELGTB, COGAM und AEGAL, distanzieren sich von der Vorgehensweise der aggressiven Bürgen und suchten heute den Dialog und riefen außerdem zur Ruhe und Besonnenheit auf.

"Wir verstehen, dass die Menschen eingeschnappt sind, aber wir beteiligen und nicht, noch rufen wir zum lautstarken Protest auf. Wir sind nicht Einverstanden mit den Belästigungen und Beleidigungen des Bürgermeisters. Ich denke nicht, dass die Art und Weise der Handlung die Organisation des "Gay Pride" repräsentiert", erklärte Agustín López, der Präsident des Kollektivs COGAM. Der heitere und friedliche Dialog war laut Lopéz immer die höchste Priorität der Aktivisten.

Gay Pride wird auch als Kategorie oder Namenszusatz für jene Veranstaltungen verwendet, welche diese Selbstachtung politisch oder kulturell (regelmäßig) öffentlichkeitswirksam ausdrücken. Dabei gibt es Sit-ins, Mahnwachen, Demonstrationen, Märsche und Paraden, welche als zentrale, auffälligste und manchmal einzige Veranstaltung stattfinden. Zusätzlich finden rund um diese Demonstrationen manchmal ganze Veranstaltungskomplexe über einen Zeitraum von drei Tagen bis zu einem Monat statt, die im weiteren Sinn ebenfalls dazugezählt werden. Darüber hinaus gibt es noch Einzelveranstaltungen und andere Veranstaltungsreihen wie etwa Filmfestivals, die ebenfalls mit diesem Begriff bezeichnet werden können. Quelle: zum Teil Wikipedia.



21.06.11 08:30

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