Zahl der Bootsflüchtlinge 2010 halbiert
MADRID / SPANIEN (20.01.2011): Wie Spaniens Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba am Dienstag bekanntgab, versuchten im vergangenen Jahr nur noch 3.632 Bootsflüchtlinge illegal die spanische Festlandsküste oder die Kanarischen Inseln vor Westafrika zu erreichen. Im Vorjahr wurden noch 7.285 illegale Einwanderer festgenommen. Damit halbierte sich die Zahl illegaler Bootsflüchtlinge in Spanien zum zweiten Mal in Folge und erreicht den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt. Im Jahre 2006, als Spanien die höchste Zahl illegaler Bootsflüchtlinge verzeichnete, strandeten allein auf den Kanarischen Inseln pro Monat bis zu 7.000 illegale Immigranten in sogenannten „pateras“. Besonders auf den spanischen Ferieninseln vor der westafrikanischen Küste ist unterdessen die Zahl von Bootsflüchtlingen zurückgegangen.
Waren es 2009 noch 2.246 Einwanderer, die versuchten per Boot die Kanaren zu erreichen, wurden im vergangenen Jahr nur noch 196 Personen registriert. Das entspricht einem Rückgang von 90 Prozent. Unterdessen nahm die Zahl illegaler Bootsflüchtlinge auf den Balearen aufgrund der verbesserten Zusammenarbeit mit Algerien und Marokko um 32 Prozent ab. Grund für diesen drastischen Rückgang seien neben einer verstärkten Seeüberwachung vor der westafrikanischen Küste in Zusammenarbeit mit den afrikanischen Staaten und der europäischen Grenzschutzpolizei Frontex vor allem die neuen Rückführungsabkommen mit mehreren afrikanischen Ländern, aus denen die Mehrheit der Immigranten kommt, sowie die spanische Wirtschaftskrise, so Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba. Unterdessen unterstrich Perez Rubalcaba, dass die Mehrheit der illegalen Immigranten in Spanien auch 2010 erneut über Straßen und Flughäfen versucht habe, illegal ins Land zu reisen. Dennoch ging auch hier die Zahl der illegalen Immigranten von 12.226 im Jahre 2009 auf 9.453 im vergangenen Jahr zurück.
20.01.11 13:01
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