Empfindliche Niederlage für Ministerpräsident Zapatero in der Personalpolitik

MADRID/SPANIEN (10.08.2010): Jetzt der amtierende sozialistische Ministerpräsident Zapatero sogar in der eigenen Partei eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. Der sozialistische Regierungschef scheiterte bei dem Versuch, den glücklosen Vorsitzenden der PSOE in der Region Madrid, Tomás Gómez, zum Rücktritt zu bewegen. Gómez wies jedoch Zapateros Vorstoß zurück. Der in der Bevölkerung nur wenig bekannte Gómez hat nach Ansicht von Zapatero kaum Chancen, bei den Wahlen im kommenden Jahr gegen die konservative Chefin der Regionalregierung, Esperanza Aguirre, zu bestehen.

Zapatero hatte anstelle des blassen Gómez seine Gesundheitsministerin Trinidad Jiménez ins Rennen schicken wollen, die sich in der Vergangenheit mit ihrem engagierten Wahlkampfstil einen Namen gemacht hatte. Der 42-jährige Madrilene machte dem spanischen Ministerpräsidenten, der auch PSOE-Parteichef ist, jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Gómez erklärte sich nach Presseberichten vom Sonntag allenfalls dazu bereit, die Ministerin als “Nummer 2“ in sein Wahlkampfteam aufzunehmen. Davon wollte Zapatero jedoch nichts wissen. Die Region Madrid ist mit 6,4 Millionen Einwohnern eine der wirtschaftsstärksten Gegenden in Spanien.



10.08.10 14:30

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