Unwetterwarnung und Hitzealarm auf den Kanaren
Der staatliche Wetterdienst AEMET hat ab heute eine Unwetterwarnung der Gefahrenstufe „Gelb“ wegen den auftretenden hohen Temperaturen heraus gegeben. Heute steigt das Quecksilber schon auf über 34°C.
LAS PALMAS/SPANIEN (30.07.2010): Der staatliche Wetterdienst AEMET hat ab heute eine Unwetterwarnung der Gefahrenstufe „Gelb“ wegen den auftretenden hohen Temperaturen heraus gegeben. Heute steigt das Quecksilber schon auf über 34°C. Auf Gran Canaria und Teneriffa kann es vor allem in der Südhälfte zu einer Calima kommen, in den Höhenlagen werden bis zu 34°C erwarten, an beiden Südküsten weht ein schwacher Nordostwind. Noch heftiger wird es Fuerteventura und Lanzarote treffen. Hier werden Temperaturen deutlich höher sein. Die Unwetterwarnung gilt erst einmal bis zum Sonntag.
Das Gesundheitsministerium der Kanaren warnt in diesem Zusammenhand vor:
- Halten sie sich nicht unnötig im Freien auf
- Vermeiden sie schweres Essen
- Trinken sie ständig und viel
- Menschen mit Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sollten besonders vorsichtig sein
- Kopfbedeckungen sollten als Schutz vor der Sonne getragen werden
Außerdem wird darf hingwiesen, dass zurzeit eine erhöhte Waldbrandgefahr besteht. Feuer im freien und Rauchen ist in den Wäldern strengstens verboten.
Was ist Calima?
Calima, gelegentlich auch bezeichnet als Bruma seca (span. Trockener Nebel) oder Kalima, ist eine Wetterlage mit Ostwind auf den Kanarischen Inseln (Sandwind aus Afrika).Von der Sahara kommt mit östlicher Strömung trockene, warme Luft und bringt oft feinen Sandstaub mit. Hochdruck über der Sahara erhöht die Temperatur und verringert die Luftfeuchtigkeit. Die Sicht ist dann leicht getrübt, die Niederschlagsneigung bei der geringen Feuchte aber sehr gering. Es kann im Flugverkehr zu Problemen kommen. Bei dem Staubgehalt der Luft ist das warme, trockene Wetter aber nicht angenehm und führt leicht zu Reizungen der Atemorgane.
Calimaeinbrüche können mitunter sehr heftig sein, so kann z. B. auf Teneriffa plötzlich ein starker Sturm einsetzen und die Luftmassen austauschen. Es kann auch in der Nacht zu starkem Temperaturanstieg kommen, während gleichzeitig die Luftfeuchte rapide absinkt.
Es ist nicht außergewöhnlich, dass bei Calima alle im Freien abgestellten Autos, andere Gegenstände und die Straßen mit feinem ockerfarbenen Sandstaub bedeckt werden. Calimawetterlagen können mehrere Wochen andauern. Die Calima in den Sommermonaten (Juni bis September) kann wegen der Kombination mit starkem Wind und heißer Luft starke Schäden an der Vegetation anrichten. In den Wintermonaten kommt sie ebenfalls vor, der Wind ist dann aber weniger heiß. Der Himmel wird diesig, die Aussicht in die Ferne nach und nach geringer. In der Regel erkennt man eine heranziehende Calima schon ein oder zwei Tage vorher.
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