Uefa hört heute Real Mallorca an
Heute findet die Anhörung Real Mallorcas vor der Berufungskommission der Uefa statt. Im Kampf um die Lizenz für die Europa League hat der Verein nun auch Rückendeckung vom Konkursgericht in Palma erhalten.
PALMA DE MALLORCA/SPANIEN (30.07.2010): Im Kampf von Real Mallorca gegen die Uefa um die Lizenz für die Europa League bekommt der Club nun auch Rückendeckung vom Konkursgericht in Palma. Richterin María Encarnación Gonzáles vom Handelsgericht hat die Argumente des spanischen Fußballverbandes (RFEF) und der Uefa für einen Lizenzentzug verworfen und fordert die Institutionen auf, Real Mallorca in dem europäischen Wettbewerb starten zu lassen.
Die Richterin machte auch deutlich, dass ein Richter nach dem Konkursgesetz alle nötigen Entscheidungen treffen könne, die ein Unternehmen und seine Aktivmasse betreffen. Ein Konkursverfahren bedeute nicht, dass ein Unternehmen aufgelöst werde und seine Aktivitäten einstellen müsse. Damit wies sie ein Argument zurück, dass der spanische Verband beim Lizenzentzug angeführt hat.
Was noch schwerer wiegt. Die Richterin hob die Bedeutung der Einkünfte hervor, die Real Mallorca durch die Teilnahme am europäischen Wettbewerb erzielen könne. Dies betragen laut der Richterin mindestens 600.000 Euro. Die Lizenzverweigerung beschädige somit die Aktivmasse des Vereins. Mit diesen Argumenten stärkt das Gericht die Position des Vereins, der heute vor der Berufungskommission der Uefa seinen Einspruch vorträgt.
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