Extremisten unerwünscht
Aussenminister Miguel Angel Moratinos hat es nicht leicht. Überall auf der Welt gilt es zu verhandeln, zu schlichten, gut Wetter zu machen.
MADRID / SPANIEN (24.05.2010): Aussenminister Miguel Angel Moratinos hat es nicht leicht. Überall auf der Welt gilt es zu verhandeln, zu schlichten, gut Wetter zu machen. Angesichts des für Juni in Madrid anberaumten Gipfeltreffens der Mittelmeerunion begab sich der spanische Diplomat eilends in den Nahen Osten, um zwischen den arabischen Staaten und Israel zu vermitteln. Der Grund: der rechtsextreme Aussenminister Israels, Avigdor Lieberman, will unbedingt nach Madrid kommen. Sollte er an dem Vorhaben festhalten, werden mehrere arabische Staaten die Teilnahme absagen. Ägypten und Syrien haben dies bereits angekündigt. Moratinos will nun alle Hebel in Bewegung setzen, dass Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu statt Liebermann zu dem Gipfeltreffen kommt, auch wenn dessen Ruf nicht wesentlich besser ist als der des supranationalistischen Lästerermauls Lieberman. Der spanische Aussenminister erhielt erst vor wenigen Tagen die Ehrendoktorwürde der Universität Ben Gurion; er wird sie sich für sein Verhandlungsgeschick in den weltweiten Brandgebieten verdient haben.
Mit freundlicher Genehmigung von www.arena-info.com – ARENA - Der deutschen Tageszeitung für das Alt Empordà
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