Zwei Jahre und neun Monate Haft für rechtsradikalen Buchhändler
Ein rechtsradikaler Buchhändler aus Barcelona muss nun noch einmal für zwei Jahre und neun Monate in Haft. Er hatte in seinem laden Schriften vertrieben, in denen Juden und andere Volksgruppen als minderwertig dargestellt werden.
BARCELONA/SPANIEN (10.03.2010): Ein rechtsradikaler Buchhändler aus Barcelona muss nun noch einmal für zwei Jahre und neun Monate in Haft. Er hatte in seinem laden Schriften vertrieben, in denen Juden und andere Volksgruppen als minderwertig dargestellt werden.
Der Buchhändler war 1998 schon einmal zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde aber später auf sieben Monate reduziert und zur Bewährung ausgesetzt, weil nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts das Leugnen des Holocausts in Spanien nicht strafbar ist.
In einem vorherigen Prozess hatte der oberste Gerichtshof in Barcelona im Oktober des letzten Jahres den Buchhändler und zwei seiner Kumpane zu jeweils drei Jahren Haft verurteilt. Sie wurden beschuldigt, in ihrer Organisation und in ihren Publikationen Nazi-Ideen verbreitet zu haben. Dort wurde das faschistische Dritte Reich verherrlicht und der Holocaust an Millionen von Juden geleugnet. Außerdem fand das Gericht die Männer für schuldig, eine kriminelle Vereinigung gegründet zu haben. Währens ihrer Treffen und Zusammenkünfte trugen sie SS-Uniformen. In ihren Schriften riefen sie zum Völkermord auf. Die Männer werden auf Grund der Strafhöhe nicht auf Bewährung freikommen.
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