Fluglotsengehälter sind in Spanien viel zu hoch
Wenn man bedenkt, dass ein Fluglotse in Spanien mehr verdient als der Ministerpräsident persönlich, dann ist es nicht verwunderlich, dass es Kritik von allen Seiten hagelt.
MADRID (09.02.2010): Wenn man bedenkt, dass ein Fluglotse in Spanien mehr verdient als der Ministerpräsident persönlich, dann ist es nicht verwunderlich, dass es Kritik von allen Seiten hagelt. Zwischen 200.000 und 300.000 Euro Jahresgehalt erhalten diese Bewacher des Himmels. Der zuständige Minister in Madrid, José Blanco, versucht daher mit allen Mitteln, eine Minderung dieser Spitzengehälter durchzusetzen, schon deshalb, weil sie die Flugkosten über Gebühr belasten und sich dieses Land in seiner schweren Wirtschaftskrise das nicht leisten kann.
Eine Umfrage unter etwas mehr als 1.000 Spaniern gab ihm recht: 77 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die Lotsengehälter überzogen seien und gemindert werden müssten. Nur 23 Prozent waren der Meinung, eine solch verantwortungsvolle Aufgabe müsse teuer bezahlt werden. Aber sind andere Berufsgruppen nicht ebenfalls mit enormer Verantwortung belastet? Zum Beispiel große Industrieunternehmen und Wirtschaftskonzerne, von deren Führung das Wohl und Wehe von Hunderten, oftmals Tausenden von Arbeitnehmern abhängt?
Mit freundlicher Genehmigung von www.arena-info.com – ARENA - Der deutschen Tageszeitung für das Alt Empordà
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