Kirchen geschändet
Eine radikale Gruppe hat in Barcelona über 20 Gotteshäuser beschädigt oder mit Tierexkrementen so beschmiert, dass die Priester die sonntägliche Messe nicht abhalten konnten.
BARCELONA: Eine radikale Gruppe hat in Barcelona über 20 Gotteshäuser beschädigt oder mit Tierexkrementen so beschmiert, dass die Priester die sonntägliche Messe nicht abhalten konnten. Bei vielen Kirchen waren Ketten und Vorhängeschlösser angebracht worden, um Gläubigen den Zutritt zu verwehren. Die Guppe, die sich La Gallinaire nennt, wollte damit an die „Tragische Woche“ erinnern, die genau vor 100 Jahren einige Menschen das Leben gekostet hatte, als die Zentralregierung die Aushebung neuer Rekruten für den Marokkokrieg verfügte, was von Katalonien sabotiert wurde. Die modernen Übeltäter scheinen in ihrem Fanatismus übersehen zu haben, dass die Katalanen derzeit keinen Kolonialkrieg zu führen haben, dass die Kirche weitgehend Privatangelegenheit geworden ist und dass eine Ladung Pferdeäppel auf einer Kirchenbank keinesfalls ein politisches Argument darstellt.
Mit freundlicher Genehmigung von www.arena-info.com – ARENA - Der deutschen Tageszeitung für das Alt Empordá
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