Opel-Streit: Spanien wird keine Verschlechterungen für die Arbeitnehmer hinnehmen

SARAGOSSA: Spanien will nach der Entscheidung des US-Autobauers General Motors (GM) über Opel keine Verschlechterungen für das spanische Opel-Werk hinnehmen. "Wir werden mit General Motors Verhandlungen aufnehmen, aber wir werden nicht wieder beim Nullpunkt beginnen", sagte der spanische Industrieminister Miguel Sebastián. Die Gespräche mit GM müssten von dem Übereinkommen ausgehen, auf das Spanien sich mit dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna verständigt hatte.

"Auf dieser Grundlage können wir sprechen, aber wir werden nicht darunter gehen." Die Beschäftigten des spanischen Opel-Werks in Figueruelas bei Saragossa hatten sich in monatelangen Verhandlungen unter Beteiligung der Madrider Regierung mit Magna auf einen Sanierungsplan verständigt. Danach sollten 900 der derzeit 7.500 Arbeitsplätze im spanischen Opel-Werk abgebaut werden.

Die spanischen Opel-Arbeiter reagierten mit Enttäuschung auf die GM-Entscheidung. "Wir haben genug von der ständigen Ungewissheit über die Zukunft des Opel-Werks", sagte das Betriebsratsmitglied Pedro Bona. Er forderte den US-Konzern auf, möglichst rasch die Pläne für das spanische Werk vorzulegen.



05.11.09 07:44

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