Opel-Poker geht in neue Runde: Magna verhandelt weiter in Spanien

SARAGOSSA: Nach der Streikankündigung der spanischen Opel-Arbeiter sind neue Gespräche über die Zukunft des Autowerks in Figueruelas bei Saragossa geplant. Die Verhandlungen zwischen dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna und den Arbeitnehmervertretern sollen im Industrieministerium in Madrid stattfinden, wie der Betriebsrat des Opel-Werks am Mittwoch mitteilte.

Der Betriebsrat hatte beschlossen, die 7.500 Beschäftigten in Spanien aus Protest gegen die Magna-Pläne für Opel zu einem viertägigen Streik aufzurufen. "Bei den Gesprächen erwarten wir nun, dass Magna einen neuen Vorschlag präsentiert", sagte Betriebsratschef José Juan Arcéiz.

Der Zulieferer will nach den bisherigen Plänen mehr als 1.300 Arbeitsplätze abbauen. Wenigstens 70 Prozent der derzeitigen Produktionskapazitäten des Opel-Werks sollen in den kommenden Jahren erhalten bleiben. Der Rest soll nach Eisenach verlagert werden.

Der Betriebsrat verlangte von Magna genaue Informationen über die für das Werk geplanten Investitionen. Außerdem müsse konkret festgelegt werden, was mit "sozialverträglichen Entlassungen" gemeint sei. "Ohne diese Klarstellungen wird keine Gewerkschaft irgendwelchen Sanierungsplänen zustimmen", sagte Arcéiz.



22.10.09 10:37

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