Massiver Widerstand gegen Abtreibung
Über 700 Autobusse kamen am Samstag in Madrid zusammen, um Menschen aus ganz Spanien Gelegenheit zu geben, gegen die extreme Liberalisierung des Abtreibungsgesetzes zu protestieren, die die sozialistische Regierung vorsieht.
MADRID: Über 700 Autobusse kamen am Samstag in Madrid zusammen, um Menschen aus ganz Spanien Gelegenheit zu geben, gegen die extreme Liberalisierung des Abtreibungsgesetzes zu protestieren, die die sozialistische Regierung vorsieht. Die Strassen waren ein Meer von Menschen, Fahnen und Schildern, auf denen eindringlich davor gewarnt wurde, werdendes Leben zu töten. Besonders zahlreich vertreten waren Familien mit mehreren Kindern, junge Mütter schoben Kinderwagen mit Babys durch die wogende Menge, um ihre Ablehnung der neuen Regelung über Schwangerschaftsabbruch zu manifestieren. Besonders scharf wurde die relativ neue Ministerin für Geschlechtergleichheit, Bibiana Aído angegangen. Auf einem Schild hiess es wörtlich ins Deutsche übersetzt: „Wie schade, Aído, dass deine Mutter dich geboren hat“. Die meisten hochgehaltenen Schilder zeigten ungeborene Kinder mit dem Hilferuf: „töte mich nicht, es ist m e i n Leben“. Der massive Widerstand der spanischen Gesellschaft, der sich aus der grossen Zahl von Teilnehmern an der Kundgebung ablesen lässt, wird auch Ministerpräsident Rodríguez Zapatero nicht gleichgültig lassen. Sollte seine Regierung den Gesetzentwurf dennoch durchbringen, kann noch immer das Verfassungsgericht angerufen werden, um feststellen zu lassen, ob nicht auch bei der Frage des Schwangerschaftsabbruches das Menschenrecht auf Leben Gültigkeit und wegen der Wehrlosigkeit des Opfers vielleicht sogar Vorrang hat.
Mit freundlicher Genehmigung von www.arena-info.com – ARENA - Der deutschen Tageszeitung für das Alt Empordá
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