Nichts bezahlen aber laut schreien: Spanien kritisiert Deutschland wegen Opel-Verkauf

MADRID: Deutschland steht wegen des Opel-Verkaufs unter Druck. Nach Belgien hat nun auch Spanien die Verhandlungen der Bundesregierung bei der Rettung des Autobauers Opel scharf kritisiert. Erst wenn ausführliche Informationen des Zulieferers Magna zur geplanten Übernahme vorlägen, werde man über eine Beteiligung an den von Deutschland zugesagten Finanzhilfen entscheiden, sagte der spanische Industrieminister Miguel Sebastian nach Beratungen der Bundesregierung mit anderen europäischen Opel-Ländern und der EU-Kommission in Berlin. Eigentlich möchte Spanien sich aus der Förderung für Opel völlig heraushalten. Man möchte zwar die Standorte in Spanien erhalten, aber kein Geld dafür geben, denn Opel ist ja ein deutsches Problem.

Deutschland hat bereits einen Kredit über 1,5 Milliarden Euro ausgezahlt, der Opel bis jetzt vor dem Zusammenbruch bewahrte. Hinzu kommt eine Zusage über weitere drei Milliarden Euro. Unklar ist, ob und wie stark sich die anderen Länder daran beteiligen. In Spanien gilt der Opel-Standort Saragossa als bedroht. Belgien ist empört, weil Magna die Produktion in Antwerpen schließen will. Das war aber auch in den anderen beiden Konzepten so geplan. Belgien wäre in jedem Fall leer ausgegangen.



15.09.09 19:37

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