Neue Flüchtlingstragödie auf Gran Canaria

Am gestrigen Abend erreichte erneut ein Flüchtlingsboot den Süden der Insel Gran Canaria. Die Guardia Civil und ein Flugzeug der Seeaufklärung SAR hatten das Boot bereits 60 Meilen vor der Küste Gran Canarias entdeckt. Die Flüchtlinge wurden dann in den Hafen von Arguineguin gebracht. Im Boot befanden sich 77 Immigranten ohne Dokumente und Ausweispapiere. Drei von ihnen haben die Überfahrt von der Sahara zu den Kanaren nicht überlebt.

Wahrscheinlich waren die Flüchtlinge, die meisten nach eigenen Angaben aus Gambia, zehn Tage auf See unterwegs. Damit erklärt sich auch der schlechte Gesundheitszustand der Immigranten. Durch die schärferen und effektiveren Kontrollen im Seegebiet rund um die Kanarischen Inseln, nehmen die Flüchtlinge immer weitere Routen in Kauf, um von den Kontrollen nicht entdeckt zu werden. Dadurch nimmt aber auch die Zahl der Todesfälle extrem zu.

Unter den Flüchtlingen waren auch 10 Minderjährige. Die Flüchtlinge werden von der Guardia Civil und dem Roten Kreuz betreut.



03.02.09 11:36

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