Alfred Gebauer: Alexander von Humboldt
Der Zech Verlag präsentiert „Alexander von Humboldt. Seine Woche auf Teneriffa 1799“, von Alfred Gebauer (1907-1997) in neuer Auflage. Alexander von Humboldt, Deutschlands berühmter Gelehrter, ging auf seiner großen „Reise in die Äquinoktialgegenden“ zum ersten Mal auf Teneriffa an Land. Er besuchte Puerto de la Cruz, den alten Drachenbaum in La Orotava, bestieg den Teide-Vulkan und stellte Forschungen zur wissenschaftlichen Pflanzengeographie an.
„Was ist das für ein Mann!“ schrieb Goethe über Alexander von Humboldt. „Er hat an Kenntnissen und lebendigem Wissen nicht seinesgleichen und eine Vielseitigkeit, wie sie mir noch nicht vorgekommen ist! Wohin man rührt, er ist überall zuhause und überschüttet uns mit geistigen Schätzen.“
Heutzutage ist das Werk des deutschen Universalgelehrten Alexander von Humboldt (Berlin 1769-1859) aus gutem Grund wieder hochaktuell, bietet doch seine Weltsicht und seine Wissenschaftskonzeption gerade in unserer modernen komplexen Welt ein Vorbild im globalen Denken. Ottmar Ette, Professor an der Universität Potsdam und anerkannter Humboldt-Experte, bezeichnet ihn als den „ersten Globalisierungstheoretiker“, da Humboldt das weltweit vernetzte Denken bereits vor 200 Jahren reflektiert hat.
Nun ist ein neues Buch erschienen, das sich mit dem Aufenthalt Humboldts auf Teneriffa befasst. „Alexander von Humboldt. Seine Woche auf Teneriffa 1799“ (Zech Verlag, 2009). Der Untertitel verrät, dass es sich bei dieser Beschreibung um den „Beginn der Südamerika-Reise. Sein Leben, sein Wirken“ handelt. Humboldt unternahm im Alter von 30 Jahren eine große Forschungsreise, die ihn weltberühmt machen sollte. Die erste Station dieser Reise war die Insel Teneriffa, er bestieg den Vulkan Teide, führte botanische, geologische und astronomische Untersuchungen durch, er sah und zeichnete den großen Drachenbaum Dracaena Draco in La Orotava und schilderte Eindrücke seines Aufenthaltes auf der Kanaren-Insel.
Der Autor Alfred Gebauer (Berlin 1907-1997) reproduziert Teile aus dem historischen Reisebericht Humboldts und ergänzt den Originaltext durch Anmerkungen zur Natur und Geschichte Teneriffas sowie durch zahlreiche Illustrationen, Originalzeichnungen, historische und farbige Fotos. Damit kann sich der Teneriffa-Reisende auf Spurensuche begeben und die Orte aufsuchen, die auch Humboldt besucht hat. Gleichzeitig bietet das Büchlein eine sehr gute Einführung in das Werk und die Persönlichkeit Humboldts. Ein Anhang „Drachenbäume im Orotavatal“ beschreibt dieses einheimische, mythenumrankte Gewächs und zeigt die schönsten und ältesten Drachenbäume im Valle de La Orotava.
Alfred Gebauer war Unternehmer im physikalisch-technischen Gewerbe, er begann Anfang der 80er Jahre, sich mit Leben und Werk von Humboldts zu beschäftigen. Selbst in Berlin Tegel, in unmittelbarer Nähe zum Humboldt-Schloss, geboren, war er bei seinen ersten Teneriffa-Reisen erstaunt, den deutschen Gelehrten hier mit einem Gedenkstein und Aussichtspunkt geehrt zu sehen. So fing Gebauer an, Humboldts Werk zu studieren, und veröffentlichte erstmals Mitte der 80er das hier in neuer Auflage vorliegende Buch.
Alfred Gebauer: Alexander von Humboldt. Seine Woche auf Teneriffa 1799
Mit einem Vorwort von Ottmar Ette
Taschenbuch mit Umschlagklappen, 208 Seiten, mit 55 Abbildungen, darunter Karten, Farbfotos und zeitgenössische Darstellungen
Auf den kanarischen Inseln steuerfrei: EUR 12,80
ISBN 978-84-934857-6-4


