Essen wie die Kanarios

Die Geschichte der Kanaren war nicht immer glücklich. Durch Armut und Auswanderung waren die Inselbewohner gezwungen, das zu essen, was sie auch selber anbauten. Die Einheimischen konnten es sich nicht leisten, lebensnotwendige Nahrungsmittel zu importieren. Auch heute gibt es sie noch, die Fischer, Bauern und Ziegenhirten. Und daher ist die kanarische Küche nicht so vielfältig, wie vielleicht angenommen.

Zwei typische Bestandteile der kanarischen Küche, die immer wieder vorkommen, sind Gofio und Mojo. Gofio ist Mehl von geröstetem Getreide, hauptsächlich Weizen und Mais, aber auch Kichererbsen. Mojo ist eine je nach den Zutaten mehr oder weniger pikante Tunke vielseitiger Anwendung.
Aber fangen wir doch mal mit dem an, was Sie auf jeden Fall ausprobieren sollten: Da wären die Tapas, kleine oder auch größere Portionen aller Art! Meist werden sie als Vorspeise gegessen, aber man kann sich auch ein komplettes Menü mit diesen Tapas zusammenstellen! Es gibt Tapas mit Fleisch, Fisch, Gemüse und Käse. Tapas gibt es natürlich in ganz Spanien, aber als kanarische Spezialität hervorzuheben, sind die papas arrugadas, runzlige, in Salzwasser gekochte Kartoffeln, deren Schale mitgegessen wird. Dazu gibt es die typische Mojo, in roter oder grüner Farbe! ( grün = Zutat Koriander, rot Zutat Chilischoten auf der Basis von Olivenöl)
Außerdem als Tapas typisch kanarisch, der Ziegen- und Schafskäse aus den Bergen. Hierbei ist der Unterschied zwischen „queso tierno“ und „queso duro“ wichtig. Der erste ist ein zarter Frischkäse, der zweite ist herzhaft und gut gereift! Ein Käse ist besonders herauszustellen, der „ queso de flor de Guia“, ein aufwendig hergestellter Höhlenkäse, der mit Distelblütensaft angereichert wird.

Von den Tapas weg zum Fleisch, Fisch und dem Eintopf, „potaje“ mit Kürbis, Kresse und Kichererbsen oder „ puchero“, zusätzlich mit Fleisch, manchmal auch mit Paprikawurst. Deftige Hausmannskost gibt es ebenfalls, wenn man „ ropa vieja“ (alte Klamotten) oder „ moros y cristianos“ ( Mauren und Christen) als Fleisch und Gemüsespeisen bestellt.

Beim Fleisch über typisch kanarische Gerichte zu sprechen fällt schwer, da es mariniertes Ziegen- und Kaninchenfleisch oder gebratenes Lamm und Spanferkel, nicht nur auf den Inseln gibt. Aber ein Versuch lohnt sich auf jedenfall, am besten in den Restaurants der Bergregionen.

Beim Fisch allerdings kann der Gast kanarische Tradition erwarten, wenn er sich auf einer Atlantikinsel mit Fisch und Meeresfrüchten verwöhnen lassen will. Er wird sicherlich nicht enttäuscht. Vor allem in den Ortschaften direkt am Meer mit Hafen kann man davon ausgehen, dass der Fisch tatsächlich am gleichen Morgen im Meer gefangen wurde. Besonders zahlreich kommen in kanarischen Gewässern Seehecht, Sardine Seezunge und Thunfisch vor. Daneben gibt es den zarten Kalamar ( calamar), der nicht mit den kleinen, dünnhäutigen Tintenfischen ( chipirones) oder dem fleischigen Kraken ( pulpo) verwechselt werden sollte. Nicht jedermanns Sache ist der „ sancocho“, ein Trockenfisch, der mit Süßkartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch gegart wird. Was aber auf jedenfall probiert werden sollte, ist eine mit Safran gewürzte Fischsuppe mit dem schönen Namen „ caldo de pescado“. Zum Essen trinkt man „agua con gas“ oder „ agua sin gas“, also Mineralwasser, mit oder ohne Kohlensäure, aus inseleigenen Quellen, aber auch Bier ( cerveza) internationaler Marken oder auf den Inseln gebraute Marken, wie „ cerveza Tropical“ und „ cerveza Dorada“!

Kanarische Weine, die früher einmal als die besten der Welt galten sind zwar wieder im kommen, beispielsweise die fantastischen Weine von Lanzarote oder Gran Canaria ( Monte Lentiscal, Santa Brigida und La Atalaya, aber der Trend geht mehr zu Weinen aus aller Welt, besonders vom spanischen Festland. Fragen Sie einfach danach!

Für viele ist die Nachspeise das Schönste! Wer Süßes liebt, wählt „ flan“ (karamelpuding) oder „ mousse au chocolat“, vielleicht auch „ bienmesabe“ ( es schmeckt mir gut), eine Mandel-Honigcreme. Zum Abschluss eines Essens wird Kaffee gereicht. Entweder einen „ cafe solo“, zu vergleichen mit einem Espresso! Dieser mit Milch bestellt nennt sich „cortado“ und mit einem kräftigen Schuss Brandy heißt das ganze dann „ carajillo“ Falls man einen schwarzen Kaffee haben möchte, sollte man „ cafe americano“, oder den mit Milch „ cafe con leche“ bestellen!

Buen provecho! Guten Appetit!



22.03.11 01:53

Empfehlen / merken:

 Twitter Facebook Teilen studiVZ meinVZ schülerVZ  google.com  Windows Live  Mister Wong  del.icio.us  YahooMyWeb

Anzeige.................................................................................................................................................

Preisgünstige Reisen suchen und buchen – das neue Comprendes - Reisecenter

Sie suchen günstige Pauschalreisen auf das spanische Festland, auf die Balearen oder die kanarischen Inseln?

Dann sind Sie im neuen Reisecenter von Comprendes genau richtig. Finden Sie mit der neuen Suchmaschine die günstigsten Preise für die schönsten Wochen im Jahr. weiter »



  
 

Immobilien suchen:

bis