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Samstag, 31.07.2010
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Sind Gene für das Hautkrebsrisko verantwortlich?

Neuste Studien belegen, dass das Hautkrebsrisiko besonders von bestimmten Genvariationen abhängig sein kann. Das Sonnenbaden steht nicht mehr an erster Stelle für den Ausbruch des schwarzen Hautkrebses.

Der schwarze Hautkrebs, das sogenannte Melanom, ist nicht nur eine der gefährlichsten Varianten des Krebses, vor ihm haben die Menschen auch am meisten Angst. Bis lang waren die Wissenschaftler der Krebsforschung der Meinung, dass gerade häufiges Sonnenbaden und die Anzahl der Muttermale darüber entscheiden, ob sich dieser Krebs bei dem Betroffen bildet.

Jetzt haben Forscher und Wissenschaftler der New York University eine ganz neue Ursache ausgemacht, die um ein vielfaches gefährlicher ist. Diese Studie wird am 1. April dieses Jahres im „Clinical Cancer Research“ das erste Mal veröffentlicht.

Eine bestimmte Genvariation ist viermal gefährlicher als die bisher angenommen und bekannten Risiken den schwarzen Hautkrebs zu bekommen. Dabei ist den Wissenschaftlern aufgefallen, dass Frauen unter 40 Jahren wesentlich stärker gefährdet sind, ein Melanom zu bekommen, als Männer in derselben Altersgruppe.

Dagegen gleichen sich die Zahlen der Erkrankungen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren bei Männern und Frauen wieder an. Hieraus leiteten die Forscher ab, dass zwischen Östrogen und Hautkrebs ein Zusammenhang bestehen müsste. Der Leiter der Studie, David Polsky, konnte nachweisen, dass sich Östrogen an die Genvariante MDM2 binden kann.

Dieser Zusammenhang begünstigt die Bildung von Melanomen und dem schwarzen Hautkrebs. Gerade Frauen mit einem sehr hohen Östrogenspiegel sind dadurch besonders gefährdet.

Im Wissen um diesen Zusammenhang und den damit verbundenen Risiken für diese Frauen kann man in der Vorsorge wesentlich einfacher gefährdete Frauen analysieren und rechtzeitig behandeln, so dass das Risiko des Ausbruchs von Hautkrebs verringert werden kann.