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Samstag, 31.07.2010
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Warnung vor dem Internetanbieter „Orange“ in Spanien

Unsere Redaktion erreichte dieser Tage eine besorgte Email einer Leserin unseres Partners "ARENA". Hier schildert sie ihre Sorgen mit dem Telefon- und Internetanbieter "Orange". Wir denken, auch Sie sollten das unbedingt wissen. Auch als Kunde hat man Rechte, die man zur Not mit der entsprechenden spanischen Verbraucherzentrale durchsetzen sollte.


Vor ein paar Tagen erreichte die Redaktion eine E-Mail einer Leserin unseres Partners "ARENA". Hier schildert Sie ihre Erfahrungen mit dem spanischen Internetanbieter "Orange". Orange ist neben der Telefonica und Vodafone einer der großen Anbieter im Bereich Telekommunikation und Internet. Auch aus eigenen Erfahrungen können wir feststellen, dass es mit dem Kundenservice bei Orange nicht zum Besten bestellt ist. Wir mußten zum Beispiel 4 Monate auf unseren Anschluss warten und haben dann den Vertrag gekündigt, was Orange aber nicht davon abhielt, wieder Rechnungen zu schicken und vom Konto abzubuchen.

Das was man in Deutschland als "Servicewüste" bezeichnet, lebt in Spanien richtig aus. Kundenservice ist für die entsprechenden Mitarbeiter wohl oftmals ein Fremdwort.

Email der Arena-Leserin:

Sollten Sie Ihren Internetanschluss von Orange haben, dann sehen Sie zu, dass Sie niemals  eine Rechnung schuldig bleiben, denn womöglich bekommen Sie die Mahnung erst, wenn die 14 Tage abgelaufen sind, die man Ihnen für die verspätete Bezahlung einräumt. Sind die Tage nämlich vorbei, grummelt Ihr Internet nur noch vor sich hin, bis es hartnäckig Fehler mit schwarzem Ausrufungszeichen auf gelbem Dreieck anzeigt. Aus und vorbei mit  Google, e-mail und dem alltäglichen Versand von Redaktionstexten (wie in meinem Fall) und privater wie geschäftlicher Korrespondenz.

In dem Schreiben, das wundersamerweise von Madrid bis Castelló  volle zwei Wochen brauchte, war dann angezeigt, auf welche Weise man seine Schulden bezahlen könne: einerseits durch Banküberweisung an eine Nummer, die angegeben war, andererseits, und das sollte angeblich zu einer wesentlich schnelleren Bearbeitung des Falles führen,  per Kreditkarte. Auch eine Handynummer war angegeben, unter der man sich über alles informieren könne. Die Nummer war ein call center mit einer unbekannten Zahl von Mitarbeiterinnen – geschätzt müssen es viele gewesen sein, denn um mitzuteilen, dass meine Bank neue Mittel von mir bekommen hatte, um umgehend die alte Rechnung zu bezahlen, bekam ich es gleich mit vier Frauen zu tun. Die erste war höflich und schien erfreut zu hören, dass ich meine Schulden um 8.35 Uhr morgens bezahlt hatte. Kreditkartennummer wurde angegeben, ebenso die Nummer des Personalausweises und schon war ich auf dem Bildschirm in vollem Umfang präsent. Eine höfliche Stimme wollte sich nur rasch der „conformidad“ meiner Bank versichern, also der Zahlungskräftigkeit  von Frau Eisenführ. Als diese bestätigt wurde, versicherte man mir, ich würde „unverzüglich“ wieder ans Internet angeschlossen. Um 13.00 Uhr war das noch nicht der Fall und – um die Sache kurz zu machen, ich bin es auch nach  48 Stunden noch immer nicht. Andere Nutzer erklärten mir, die Unternehmen würden immer 48 Stunden, ja manchmal sogar 72 verstreichen lassen, ehe sie den Anschluss wieder freigäben. Sollte das damit zusammenhängen, dass  bei sagen wir einer Million Orangekunden  jeweils drei Tage Ausfall immerhin drei Millionen Tage ausmachen, die die flat rates nicht genutzt werden können? Möglich wäre es doch, oder?

Zu kritisieren ist die gesamte Firmenpolitik von ORANGE: die Auskunft, man könne mich am Nachmittag unter meinen gleichen Angaben wie am frühen Morgen nicht mehr finden, es gebe keinen Vertrag auf meinen Namen unter den gemachten Angaben und die falsche Versprechung, bei Kreditkartenzahlung unverzüglich den Anschluss wieder herzustellen, wenn es sture Firmenpolitik ist, dies nicht vor Ablauf von zwei bis drei Tagen zu machen,  das alles lässt nur einen Schluss zu: Orange ist nicht seriös! Also am besten: keinen Anschluss unter dieser Nummer!

Angelika Eisenführ

Montag, 29. Juni 18:12 Uhr Alter: 1 Jahr(e)



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Kommentare

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Bernd Campoverde Cerezo | Dienstag, 30-06-09 08:55

Ich bin seit 4 Jahren Kunde von Orange (früher Amena). Telefon, Handy, Internet. Bin 3 mal umgezogen. Jedes mal habe ich per Anruf den Vertrag beendet, ohne Probleme. Ja - beendet auf Zuruf. Auch ohne weitere Rechnungen. Dann wenn ich wieder so weit war, habe ich ebenfalls per Anruf wieder eine neue Linie bestellt. Klappte auch super.

Also es ist wie mit jeder Firma. Wir haben hier ein schlechtes Beispiel von Frau Eisenführ und wir haben meine Beispiele. 95 % der Firmen haben ein Callcenter. Auch dort gibt es gute und schlechte. Wenn die Firmen die Callcenter selbst unterhielten wúrden all diese schlechten Fehler fast nicht auftreten. Denn das Problem liegt an den beschränkten Kommunikationsmöglichkeiten der Mitarbeiter in den Callcentern mit den eigentlichen Auftraggebern, hier z.B. Orange. Aber dieses Phänomen ist weltweit gleich. Genauso habe ich meine unterschiedlichsten Erfahrungen gemacht. Schlecht die Firma Creativ ( Soundkarten etc.) Super Symantec ( Norton Antivirus etc.)

Oder jedes Land hat seine guten und seine schlechten Seiten. Dafür kann man in Spanien z. b. Barcelona, Madrid bis 22 Uhr einkaufen. Da ist Deutschland noch im Mittelalter stehen geblieben.

Aber jeder sollte entspannter an die Sache heran gehen und nicht solche Wellen schlagen. Und irgendwelche idio... Beispielrechnungen anstellen, wenn man eigentlich selbst die Ursache des Problems war.

Und wenn man schon Berechnungen anstellt, dann hätte sie mal ihren geschuldeten Betrag verwenden sollen.

Und wer es nicht bemerkt, "oh ich habe ich gezahlt", wie schlampig muss es da wohl zugehen.

Nur weil es auf Rechnung geht, meinen viele in dieser Welt, ach bezahlen ist nicht so wichtig. Wer diese neue Kommunikation liebt, sollte diese eben auch bezahlen. Und wenn man als Kunde schon im Mahnverfahren war, sollte man lieber ganz still sein und froh sein, das die Firma solch einen Kunden noch weiter haben will.

Alte Volksweisheit: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

 

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